Eiskalte salzigsüße Sünde

Amüsant finde ich immer wieder den Satz den ich direkt nach meiner Anmeldung bei Facebook lese: „Was machst du gerade?“ Schmunzelnd fällt mir dazu immer die gleiche Antwort ein: „Ein dummes Gesicht!“ Bisher habe ich diesen Status noch nicht gepostet und dabei werde ich es besser auch belassen.

Außer dieser Frage nach meinem Status, bietet mir Facebook manchmal ganz nützliche Informationen an, wie zum Beispiel einen Link auf einen Artikel mit einer Liste der 40 besten Eisdielen Deutschlands. Als dankbares Opfer der eiskalten süßen Verführung musste ich umgehend mit den ersten Tests beginnen. Nun bin ich für alle Zeit verdorben und kann an keinem normalen Eisstand oder Eisladen mir eine schnöde Standard-Eiskugel mehr holen. Aber macht nichts, mit dem Alter wachsen ja bekanntlich auch die Ansprüche. Das passt schon so.

Begonnen habe ich in Leipzig mit „TONIS handmade organic icecream„. Meine ersten beiden Sorten waren Schokolade und Passionsfrucht. Die waren so lecker, das ich mir unbedingt Nachschlag in Form von Rhabarber-Vanille holen musste. Und dann kam irgendwann die ultimative Verführung: Salziges Caramel. Etwas Süßes gepaart mit ein wenig Salz, ein Widerspruch, ein unerhörter Gegensatz der für mich in einem Hochgenuss gipfelte. Eigentlich ist das wie das Leben selbst. Die meiste Zeit ist es süß und durch hin und wieder wohldosiertes Salz wird es reizvoller und interessanter. Aber zurück zum Test: Empfehlen kann ich auch das Matcha-Eis mit Blaubeeren oder Pflaume-Zimt. Die Sorten wechseln sehr oft. Wahrscheinlich brauche ich Wochen um jede testen zu können und immer wieder kommen neue unglaublich kombinierte Sorten hinzu.

Der nächste kleine kulinarische Streifzug führte mich dann zu „Giorgio Lombardi“ in Berlin. Die zu Eis gewordene Bitterschokolade die in ihrer Konsistenz und Geschmack für mich einem rohen Brownie-Teig ähnelte, ließ mich vor Glück fast eine kleine Träne vergießen. Das mit einem Hauch Salz verfeinerte Pistazien-Eis war auch recht lecker und verlangt nach einer Wiederholung, obwohl noch so viele andere Sorten zu testen sind. Die schmecken wahrscheinlich auch alle unglaublich gut. Und mein Seitenblick in die Kühlvitrine auf die kleinen selbstgemachten leckeren Törtchen zeigte mir das es außer Eis noch andere süße lohnende Köstlichkeiten hier gibt. Wo soll das bloß noch hinführen…

Die nächste Station wieder in Berlin – die ich für den Rückweg mit einem einstündigen Spaziergang zum Alex verbunden hatte, damit die Hosen weiterhin gut passen – war die „Eispatisserie Hokey Pokey„. Wie immer kam ich um Schokolade nicht drumherum. Im Becher landeten deshalb die Sorten Französische Schokolade und Butter-Karamell mit Meersalz. Und auch hier gab es wieder so viele interessante Sorten, das die Wahl schwer fiel und weitere Besuche dringend nötig sind.

Die nächsten beiden Eisdielen in Berlin stehen schon auf dem Plan. Das Verlangen ist da, nur zur Umsetzung fehlt gerade ein wenig die nötige Zeit.


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